Schmerztherapie

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Akutschmerzdienst

Nach einer Operation entstehen häufig Schmerzen. Diese sind nicht nur unangenehm, sondern können den Erfolg einer Operation negativ beeinflussen. Um diesen Schmerz zu bekämpfen und möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen, steht ein ärztlich besetzter Akutschmerzdienst zur Verfügung - 24 Stunden täglich und sieben Tage die Woche - der Sie auf allen Sationen innerhalb der Uniklinik Köln schmerzmedizinisch betreuen kann.

Warum ist Schmerztherapie wichtig?

Nach der Operation sorgt eine gute Schmerztherapie nicht nur für subjektives Wohlbefinden, sondern ermöglicht auch eine raschere Mobilisation und Genesung. Die durch Schmerzen ausgelösten negativen physiologischen Prozesse wie z.B. erhöhter Sympathikotonus, erhöhter Sauerstoffbedarf, Immunsuppression und verminderte Wundheilung werden vermieden.

 

Welche speziellen Schmerztherapieverfahren bieten wir an?

In der Klinik der Universität zu Köln werden alle bewährten Verfahren angewendet, zum Beispiel die sogenannte PCIA (patientenkontrollierte intravenöse Analgesie) sowie alle Techniken der Regionalanästhesie.

PCIA (Patientenkontrollierte intravenöse Analgesie)
Eine tragbare und leicht zu bedienende Schmerzmittelpumpe wird vom Akutschmerzdienst so programmiert, dass der Patient per Knopfdruck selbst entscheiden kann, wann und wieviel Schmerzmittel in die Blutbahn abgegeben wird. So kann der Patient den Schmerz bereits bekämpfen, bevor er stärker wird und die Medikamentengabe aussetzen, wenn sie nicht benötigt wird. Eine versehentliche Überdosierung wird durch eingebaute Kontrollmechanismen verhindert.
Auf den Stationen werden die PCIA-Pumpen mit starken Schmerzmitteln gefüllt. Sie stehen den Patienten je nach Ausmaß der postoperativen Schmerzen in der Regel für ein bis drei Tage zur Verfügung. Es erfolgt die engmaschige Betreuung durch den Akutschmerzdienst.

Regionalanästhesie
Die Verfahren der Regionalanästhesie mit örtlichen Betäubungsmitteln (Lokalanästhetika) bewähren sich seit vielen Jahren und sorgen für eine zuverlässige Schmerzausschaltung während und nach einer Operation. Der Akutschmerzdienst betreut auch diese Verfahren engmaschig auf den Stationen, so dass sie sicher und effektiv angewandt werden können.
Bei der sogenannten Periduralanästhesie wird durch den narkoseführenden Anästhesisten vor der Operation ein dünner Plastikschlauch in der Nähe des Rückenmarks platziert. Über diesen können dann die Lokalanästhetika für eine sichere und zuverlässige Analgesie verabreicht werden.
Bei der kontinuierlichen peripheren Regionalanalgesie wird ähnlich wie bei der Periduralanästhesie durch den Anästhesisten vor der Operation ein dünner Plastikschlauch in die unmittelbare Nähe eines peripheren Nervs gelegt (z.B. Nervus-femoralis-Katheter, Interskalenärer Katheter). Auch hierbei wird während und nach der Operation ein lokales Betäubungsmittel verabreicht, um den Schmerz auszuschalten.
Wenn Sie Fragen zu den geschilderten Verfahren haben sollten, werden diese Ihnen von Ihrem Anästhesisten gerne ausführlich im Aufklärungsgespräch beantwortet werden.  Ebenso können Sie sich auf der Website des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten (BDA) informieren.

 

In welchen Abteilungen kommt der Akutschmerzdienst zum Einsatz?

Der Akutschmerzdienst betreut Sie nach der Operation, wenn Sie im Rahmen der anästhesiologischen Betreuung mit einer PCIA oder einem geeigneten Regionalanästhesieverfahren versorgt wurden.