16.10.2019
Anästhesiologie

Wiederbelebung: Erfolgreicher Flashmob am Kölner Dom

Aktion zum 2. World Restart a Heart Day

Fünf vor zwölf am Kölner Dom: Etwa 200 Passanten mit roten Luftballons an den Handgelenken brechen zeitgleich scheinbar leblos auf dem Roncalli Platz zusammen. Wissen die übrigen Passanten was zu tun ist? Pro Jahr sterben allein in Deutschland mindestens 70.000 Menschen an einem plötzlichen Herzkreislaufstillstand, der sich außerhalb eines Krankenhauses ereignet. Für sie ist es tatsächlich fünf vor zwölf – es geht für sie um Leben und Tod. Gut, dass es sich hier nicht um einen echten Notfall, sondern „nur“ um eine eindrucksvolle Aktion anlässlich des heutigen World Restart a Heart Day handelt.

Organisiert hat die Flashmob-Aktion das Team um Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Rates für Wiederbelebung, mit Unterstützung der Fachschaft Medizin an der Medizinischen Fakultät. Neben zahlreichen vor Ort gewonnenen Teilnehmer hatten allein die Medizinstudierenden insgesamt 60 der Zusammenbrechenden im Vorfeld mobilisiert. Mit der Wiederbelebungsaktion am Dom, passend zum diesjährigen Motto „Iconic Places“, will die Uniklinik Köln gemeinsam mit den Studierenden, der ADAC Stiftung, dem Gesundheitsamt der Stadt Köln, zahlreichen Hilfsorganisationen und weiteren Partnern auf die wichtige Bedeutung der Laienreanimation aufmerksam machen.

Dass zwei Hände und die simple Formel „PRÜFEN – RUFEN – DRÜCKEN“ genügen, um Leben zu retten, zeigen die Experten anschließend in kurzen Ausbildungsaktionen. Ein weiteres Highlight der Aktion war die Segnung des „Kölsch Mädche“, eines Rettungshubschraubers der ADAC Luftrettung, durch Weihbischof Ansgar Puff vom Erzbistum Köln, der sich später selbst auch noch in der Herzdruckmassage übte. „Beim diesjährigen World Restart a Heart Day weisen Experten weltweit an bekannten und berühmten Orten auf die enormen Möglichkeiten der Laienreanimation hin. Wir haben dafür natürlich den Dom als bekanntestes Kölner Wahrzeichen gewählt “, erklärt Prof. Dr. Böttiger und freut sich über die gelungene Aktion.

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