Projektpartner

Grafik: Uniklinik Köln

Das PAIN-Vis Konsortium besteht aus den folgenden Partnerinnen und Partnern:

Konsortialführung: Prof. Dr. Tim Hucho, Translationale Schmerzforschung, Medizinische Fakultät, Universität zu Köln

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Tim Hucho arbeitet an Regulationsmechanismen peripherer Neuronen. In seinem Labor wurden erfolgreich High Content Screening Mikroskopie-basierte Analyseansätze zur Visualisierung und Untersuchung von endogenen intrazellulären Schmerzmechanismen etabliert. Von besonderem Interesse sind Veränderungen der intrazellulären Signalverarbeitung wie sie zum Beispiel als Reaktion auf multiple Stimulierungen (Hucho et al. J Neurochem, 2012; Loeser et al. Eur J Pain 2019) beziehungsweise auf genetische Funktionsveränderungen bei Ionenkanälen hervorgerufen werden (Isensee et al. Sci Signaling 2017). Diese HCS-Mikroskopie-basierten Ansätze sollen nun für die Analyse der Regulation von nozizeptiven Neuronen durch PSMA, seine Substrate sowie seine Produkte eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter 
anaesthesie.uk-koeln.de/forschung/translationale-schmerzforschung
painsignaling.uni-koeln.de

Prof. Dr. Bernd Neumaier, Forschungszentrum Jülich GmbH

Prof. Dr. Bernd Neumaier verfügt über eine umfangreiche Expertise in der Entwicklung von neuen Radiofluorierungsverfahren für eine einfache und effiziente Produktion neuer, klinisch relevanter Radiotracer. Sein Team entwickelt dazu neue Radiofluorierungsverfahren, die international bereits von vielen radiochemischen Arbeitskreisen aufgrund ihres universellen Charakters genutzt werden. Besonders hervorzuheben ist hierbei die alkoholunterstützte Cu-vermittelte Radiofluorierung, die es ermöglicht, 18F ohne jegliche Hilfsreagenzien und umständliche Trocknungsverfahren in einen (Hetero)Aromaten einzuführen. Mit Hilfe dieser neuen Methoden konnten verschiedene neue PET Tracer für die Tumordiagnostik, die Demenzbildgebung und die Darstellung von Inflammationsprozessen im Gehirn zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus ist seine Arbeitsgruppe auf die Automatisierung von Radiofluorierungsverfahren spezialisiert. Dazu werden die neuen Syntheseprozesse auf Synthesemodule übertragen, die es ermöglichen, die Methoden vollautomatisiert und ferngesteuert durchzuführen.

Des Weiteren verfügt das Institut für Radiochemie über ein Zellkulturlabor und eine Kleintierbildgebungseinheit, die genutzt werden, um die in vitro und in vivo Eigenschaften der neu entwickelten Radiotracer in verschiedenen Modellen zu evaluieren.

Weitere Informationen unter radiochemie.uk-koeln.de

Priv.-Doz. Dr. Heike Endepols, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Kleintierbildgebung, Medizinische Fakultät, Universität zu Köln

Die Arbeitsgruppe von Dr. Heike Endepols befasst sich mit der Darstellung von neurodegenerativen Erkrankungen, chronischem Schmerz sowie Krebserkrankungen mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) an Kleintiermodellen. Der methodische Fokus liegt auf der Verknüpfung von Verhaltensdaten mit der Bildgebung (Kordys et al., EJNMMI Res 2017). Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich neu entwickelte Sonden für die PET-Bildgebung präklinisch evaluiert (Zlatopolskiy et al., J Nucl Med 2018; Endepols et al., Sci Rep 2018).

Weitere Informationen unter nuklearmedizin.uk-koeln.de/forschung/ag-praeklinische-bildgebung

Prof. Dr. Dr. Achim Schmidtko, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Prof. Schmidtko widmet sich seit ca. 20 Jahren der Suche nach neuen therapeutischen Zielstrukturen für die Schmerztherapie. Im Mittelpunkt seines Interesses steht dabei die Frage, wie die Zellen des schmerzverarbeitenden Systems miteinander kommunizieren und welche Botenstoffe und Rezeptoren daran beteiligt sind. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit stellen Verhaltensmodelle sowie die Analyse der zellulären Lokalisation potenzieller Schmerztargets dar (Lu et al., J Neurosci 2015; Kallenborn-Gerhardt et al., J Neurosci 2012; Heine et al., J Neurosci 2011).

Prof. Schmidtko wurde 2009 mit dem Förderpreis für Schmerzforschung der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes ausgezeichnet. Er war von 2012 bis 2015 auf dem Lehrstuhl für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Witten/Herdecke tätig und ist im Januar 2016 einem Ruf auf eine W3-Professur für Pharmakologie im Fachbereich Biochemie, Chemie und Pharmazie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main gefolgt.

Weitere Informationen unter www.uni-frankfurt.de/59918193/Arbeitskreis_Schmidtko

Prof. Dr. Bernd Böttiger, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, Medizinische Fakultät, Universität zu Köln

Prof. Dr. Bernd Böttiger, M.D., M.L., D.E.A.A., F.E.S.C., F.E.R.C., F.A.H.A., leitet die Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin. Die Klinik betreut rund 32.000 der jährlich 60.000 Patienten der Klinik perioperativ. Das integrierte Schmerzzentrum (Leitung: Dr. Johannes Löser, D.E.S.A.) wurde als erstes seiner Art in Deutschland bereits 1983 gegründet und hat bisher mehrere national und international renommierte Schmerzwissenschaftler (Prof. Zech, Prof. Radbruch, Prof. Lehmann, Prof. Sabatowski, Prof. Petzke) hervorgebracht. Auf höchstem Niveau wurden und  werden dort komplexe und anderswo oft austherapierte Schmerzpatienten mit allen gängigen und modernen Schmerztherapieverfahren versorgt. Neben der Arbeit am Patienten findet eine rege wissenschaftliche Aktivität inklusive der Beteiligung an Multicenterstudien (z.B. PACE, MOBILE, …) statt.

Weitere Informationen unter anaesthesie.uk-koeln.de

Prof. Dr. Alexander Drzezga, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Medizinische Fakultät, Universität zu Köln

Prof. Dr. Alexander Drzezga und sein Team weisen eine langjährige Erfahrung in der PET-Bildgebung und der multimodalen Bildgebung auf. Wissenschaftliche Schwerpunkte liegen dabei auf der Erforschung der Erkrankungen des Nervensystems, der Entwicklung neuer Radiotracer, deren präklinische Evaluation und klinische Translation, auch bei onkologischen Fragestellungen. Aktuell ist die PSMA-Bildgebung mittels neuer Tracer in der Diagnostik des Prostatakarzinoms ein wesentlicher Fokus. Prof. Dr. Carsten Kobe besitzt besondere Expertise in der quantitativen Bildanalyse von PET-Daten sowie großen multizentrischen Studien zur Prüfung klinischer Evidenz der PET.

Die Abteilung für Nuklearmedizin der Uniklinik Köln ist mit state-of-the-art molekularer Visualisierungstechnik ausgestattet. Dies umfasst einen hochauflösenden PET/CT-Scanner (Siemens Biograph mCT Flow 128 Edge), der eine hochqualitative vielschichtige Analyse bei verminderter Strahlungsexposition ermöglicht sowie verbesserten Patientenkomfort bietet. An der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Uniklinik Köln werden rund 3000 klinische PET/CT pro Jahr durchgeführt. Diese umfassen auch neuartige Tracer, die ausschließlich an der Uniklinik Köln zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen unter nuklearmedizin.uk-koeln.de/

Klaus Schiene, Grünenthal GmbH

Grünenthal ist ein Pharmaunternehmen mit zukunftweisender Forschung, das sich auf die Indikation Schmerz spezialisiert hat. Als ein Unternehmen mit vollständig integrierter Forschung und Entwicklung verfügen wir über langjährige Erfahrung in innovativer Schmerzbehandlung. Unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung liegen über dem Branchendurchschnitt. Grünenthal ist ein unabhängiges Unternehmen in Familienbesitz mit Konzernzentrale in Aachen, Deutschland. Wir sind in rund 30 Ländern durch Gesellschaften vertreten, unsere Produkte sind in mehr als 100 Ländern erhältlich. Etwa 4.900 Mitarbeiter arbeiten weltweit für Grünenthal. Der Umsatz betrug im Jahr 2018 rund 1,3 Mrd. €.  

Dr. Schiene ist Laborleiter in der präklinischen Forschung und hat über 18 Jahre Erfahrung in der Etablierung und Verwendung von präklinischen Testsystemen in der Schmerzforschung. Eine seiner Kernaufgaben ist, die Übertragbarkeit von präklinischen Studienergebnissen auf den Patienten zu verbessern.

Weitere Informationen zu Grünenthal finden Sie unter www.grunenthal.com 

LinkedIn: Grunenthal Group
XING: Grünenthal GmbH
Twitter: @grunenthalgroup
Instagram: grunenthal

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