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13.11.2023 Jubiläum

Gemeinsam gegen Schmerz: 40 Jahre Schmerzzentrum

Symposium zum runden Geburtstag

(v. l.) Prof. Dr. Bernd Böttiger, Prof. Dr. Gereon Fink, Prof. Dr. Edgar Schömig, Dr. Vanessa Löw und Prof. Dr. Tim Hucho, Foto: Michael Wodak
(v. l.) Prof. Dr. Bernd Böttiger, Prof. Dr. Gereon Fink, Prof. Dr. Edgar Schömig, Dr. Vanessa Löw und Prof. Dr. Tim Hucho, Foto: Michael Wodak

Seit 1983 gibt es das Schmerzzentrum der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin an der Uniklinik Köln – damals eine der ersten Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Zum 40-jährigen Bestehen fand nun ein Jubiläumssymposium statt.

Seit Gründung 1983 hat sich die Schmerzversorgung grundlegend geändert. Schmerzreduzierung ist als wesentlicher Hebel zur Verbesserung der Mobilisierung, zur Reduzierung der Krankenhausliegezeiten und damit als zentraler Hebel für die Gesundung von Patientinnen und Patienten erkannt worden. Schmerzversorgung muss daher auf die einzelnen Klinikbereiche abgestimmt sein und mit dem behandelnden Personal vor Ort entwickelt und durchgeführt werden.

Als Ehrengäste hoben der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende, Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig, der Dekan, Univ.- Prof. Dr. Gereon Fink, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Univ.-Prof. Dr. Benedikt Pannen, sowie der Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operativen Intensivmedizin der Uniklinik Köln, Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger, die übergreifende Bedeutung des Themas Schmerz für den Erfolg der Uniklinik Köln als Maximalversorger hervor.

Seit seiner Gründung als eines der ersten Schmerzzentren Deutschlands hat sich der Bereich von einer kleinen Einheit zu einer mit den meisten Klinikbereichen eng zusammenarbeitenden Struktur entwickelt. Das Team rund um Dr. Vanessa Löw, die das Zentrum seit 2020 leitet, umfasst ärztliches Personal, Pflegende und seit 2013 auch psychologische Psychotherapeuten. „Unser Schmerzzentrum widmet sich mit zahlreichen multimodalen Ansätzen der Schmerzbekämpfung, sowohl im stationären Bereich – also im Akutschmerzdienst und im innerklinischer Konsildienst – als auch in der Schmerzambulanz“, beschrieb Dr. Löw zu Beginn des Symposiums das breite Leistungsspektrum des Schmerzzentrums. „Ärztinnen und Ärzte an der gesamten Uniklinik haben die Möglichkeit, für ihre stationären Patienten mit komplexen Schmerzzuständen, intern Schmerzkonsile anzumelden, die nach Möglichkeit noch am selben Tag durchgeführt werden.“ Insbesondere gilt es, die nur schwer behandelbare Chronifizierung von Schmerz zu verhindern und langjährigen chronischen Schmerzpatienten wieder umfangreicheren Zugang zum Leben zu ermöglichen.

Das die Breite in der Schmerzambulanz und Schmerzversorgung nicht zuletzt auch als Karrierepfad gedacht werden kann, wurde von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Koppert, Direktor der Anästhesiologie und Intensivmedizin der Medzinischen Hochschule Hannover, dargestellt. Unterschiedlichste Bereiche haben Zugang zu diesem das Leid von Patienten zentral bestimmenden Phänotyp und seiner Versorgung. Nicht zuletzt im Laufe eines sich gerade vollziehenden Generationswechsels, eine attraktive Berufschance.